Freitag, 7. Juni 2013

Kaikoura

Um von Blenheim nach Kaikoura zu kommen ohne Geld auszugeben, wollten wir das erste Mal hitchen. Also per Anhalter fahren. Nach 2 min hatten wir auch gleich eine Mitfahrgelegenheit und ca 2 Stunden später waren wir wieder in Kaikoura. In der Dusky Lodge blieben wir dir restliche Zeit, bis meine Eltern am 17.4 in Christchurch ankamen. Wir sind jeden Tag angeln gegangen, waren im Pool, Spa und in der Sauna. Also mehr oder weniger ein wenig relaxen, wenn man jetzt die zwei Stunden arbeiten pro Tag weglassen würde. Und du anderen Wwoofer waren auch super gut drauf :)
Am 16.4 machen wir uns dann auf den Weg nach Christchurch, um dort meine Eltern am nächsten Tag vom Flughafen abzuholen. Natürlich sind wir diesmal auch wieder gehitcht. Hat zwar ein wenig länger gedauert, hat aber im Endeffekt auch wieder super geklappt und wir wurden sogar bis vor unser Hostel in Christchurch gefahren. Was will man mehr. :-)

Blenheim

Nachdem wir uns in Motueka die Taschen voller Geld gestopft hatten, haben wir uns uns überlegt, Whale Watching in Kaikoura zu machen. Also Bus gebucht und los gings. Der Bus fuhr über Nelson und Blenheim nach Kaikoura. Max, ein junger aufstrebender Picker aus dem Odenwald begleitete uns bis Nelson und Sophia, ein bayrisches Madel fuhr mit uns bis nach Kaikoura und machte mit uns die Whale Watching Tour. Kurz bevor wir Blenheim erreicht hatten, dachten wir mal wieder an Qing, unsere alte Reisegefährtin, die in Blenheim einen super Job hatte. Sie war die Königin der Muscheln, ihr Job bestand darin, den ganzen Tag Muscheln zu öffen. Ich kann mir nichts besseres vorstellen :-) Bei über 8000 geöffneten Muscheln wurde man sogar über minimum wage bezahlt :)
Also auf der Fahrt nach Blenheim schnell die Qing angerufen und zack !!! Qing hatte ein paar muschelfreie Tage wegen Ostern und hatte Zeit sich mit uns am Busbahnhof zu treffen. Nach einer freudigen Begrüßung, wie siehst du denn aus, ja, meine Haare und mein Bart waren wieder ein wenig länger, erzählten wir ihr von unserem plan. Ich glaube Qing brauchte keine zwei Sekunden und sie war dabei. Also ins i- site und Qing fürs whale watching dazugebucht :) Wir sind dann also mit dem bus weiter nach Kaikoura und Qing ist am nächsten Tag mit ihrem Auto runter gefahren.
In Kaikoura angekommen, haben wir die Nacht in einem netten Hostel verbracht. Am nächsten Tag wurden wir mit einem gigantisch schönen Sonnenaufgang belohnt. Nach diesem herzzereißenden Anblick ging es aufs Meer hinaus zu dem Walen. Leider hatten nicht so viel Glück und wir haben nur einen Pottwal gesehen, aber dafür habe ich wenigstens auf der Hinfahrt sechs Leuten beim Kotzen zu geschaut. Hat ja auch was :-)
Nach der eher mäßigen Tour, die immerhin 145$ gekostet hat, wussten wir nicht so richtig, was wir machen sollten. Viel Geld war schon wieder weg und bis meine Eltern (Altvögel) kamen, dauerte es noch zwei Wochen.
Darum haben wir gleich mal Qing gefragt, ob sie uns wieder nach Blenheim zurück mitnimmt. Vielleicht kann man da ja noch was Nettes machen. In Blenheim ab ins Hostel und beim Einchecken wurden wir gleich gefragt, ob wir Arbeit suchen. Eigentlich hatten wir ja erst gearbeitet, aber unser hart verdientes Geld gleich dem nächstem Hostel in den Rachen zu schmeißen wollten wir auch nicht.
Also Ärmel hochkrempeln und los gehts.
Diesmal keine Äpfel pflücken, sondern Weintrauben ernten. Wir wurden morgens  um sechs Uhr vor dem Hostel abgeholt und wenn die Arbeit fertig war, wieder abgesetzt. Diesmal wurden wir nach Stunden bezahlt :)
Eine Woche haben wir das noch durchgezogen, dann sind wir wieder zurück nach Kaikoura, da wir da die Woche nur zwei Stunden pro Tag für die Unterkunft arbeiten konnten.
Aber das steht im nächsten Teil.

Montag, 1. April 2013

Back in Motueka die Zeit des Apple pickens

Voller Vorfreude aufs Arbeiten haben wir uns auf den Weg zurueck nach Motueka gemacht, dummerweise ging die Fahrt ziemlich langsam vorran, da Jasmin eine Lebensmittelvergiftung hatte und saendig am Speien war und wir nebenbei noch Autos nagucken wollten, da wir ein Neues brauchten. Nach einer endlosen Fahrt sind wir schliesslich in good old Motown angekommen, wo mit zwei Monaten Verspaetung, ein Weihnachtspaket auf uns gewartet hatte. Der Baumkuchen war ziemlich lecker, leider aber seid Monaten abgelaufen...also hatten Giulia, Daniel und ich am naechsten Tag auch ne Lebensmittelvergiftung, wodurch sich die Anzahl von Graemes Arbeitskraeften am ersten Tag um 3.5 reduziert hatte :D Ich konnte mehr oder weniger arbeiten, brauchte dann aber nachmittags nen Eimer :D

Nach ein paar Tagen waren alle wieder fit und auch Jasmin jointe dem Team! Beim apple picking ging es darum, apple zu picken. Wir fanden aber schnell raus, dass es auch jede Menge Birnen zu Picken gab und dass man am Anfang ziemlich langsam ist und somit unterbezahlt, da wir per Contract bezahlt wurden, also nach Leistung. Mit der Zeit wurden wir aber schneller und ich habe mich zum schnellsten fruit picker aller Zeiten hochgearbeitet (laesst man die Einheimischen mal aussen vor) :)
Die Arbeit an sich war schon ziemlich hart, die Fruechte wurden vom Baum gepflueckt, in eine Tragetasche, die man vor der Brust hatte und von dort in die Bins gepackt. Die Tragetasche hatte ein Gewicht von circa 20 kg, wenn sie gefuellt war, wodurch wir oft Rueckenschmerzen hatten, sowie Finger, -Ellbogen und Handgelenksschmerzen ;) Zwischendurch war es auf dem Feld aber auch total witzig, vorallem in dem Mittagspausen, die man in den schattigen Bins verbringen konnte oder wenn man ein paar Lieder gesungen hat oder Thomas uebermaessig laut am Niesen war :D







Unser Team bestand aus 12 Leuten, 11 Deutsche und einem Mitarbeiter der Muellabfuhr, also einem Hollaender. Von eigentlich 8 Uhr, also fuer uns 9 Uhr :) haben wir sechs Tage die Woche bis ungefaehr 17 Uhr gearbeitet. Bei Regen oder koerperlicher Schwaeche hatten wir einen Day-off. Den Rest der Zeit sassen wir alle im TV room und haben uns die DVDs aus dem Hostel reingezogen :D manchmal haben wir auch einen gehoben (unter der Bruecke zum Beispiel), sind zum Strand gefahren, in der Stadt rumgehangen oder haben zusammen gekocht (Burger u.a.). Nach und nach sind dann alle gegangen, sodass zum Schluss nur noch Jasmin, Max, Sophia und ich gearbeitet hatten, die letzte Woche. Am Abend bevor wir Motueka verlassen haben, hatten wir noch ein paar Bierchen mir\t unserem Chef getrunken, der zwar ziemlich knauserig, aber auch extrem sympatisch ist.






Ab zum Fox Glacier

Nachdem wir die dicke Knete mit Cherrypacking gemachte hatten, HaHa, naja wenigesten etwas, ging es ab nach Wanaka. In Wanaka angekommen, mal wieder ab ins I-Site und die Tagestour auf dem Fox Galcier fuer 165$ p.P fuer den naechsten Tag gebucht. Danach ging es weiter durch Wanaka, echt lohnenswert sich die Stadt anzuschauen. Mhh, ich schreibe immer Stadt aber bitte denkt nicht in den Dimensionen von Deutschland, eine Stadt ist hier schon, wenn mehr als fuenf Hauser nebeneinander stehen :)Auf jeden Fall ist der Ort sehr schoen, weil er direkt am lake Wanaka liegt und von Bergen umgeben ist.
Bevor wir abends noch ins Kino gegangen sind (richtig alt und old school, mit coach anstatt Sitzen), sind wir noch im Rekordtempo den Rob Roy Way abgelaufen, mit Blick auf den Rob Roy Glacier. Abends um 18 Uhr dann noch vier Stunden Fahrt zum camp site am Fox Glacier, nur um dort festzustellen, dass wir unsere Schlafsaecke in Roxburgh vergessen haben, ahhhhhhh!!!
Am naechsten Morgen haben wir Qing sofort angerufen und sie hatte uns versprochen, unsere Schlafsaecke per Post nach Motueka zu schicken. Problem geloest :D Bevor die Tour auf den Gletscher losging, haben wir uns noch einen Kaffee\Hot choclate gegoennt. Die angeblich so anstrengende Tour (Fitnesslevel good)war fuer uns erprobte Wanderer ein Kinderspiel :D Nach einem kleinen Auf und Ab durch den Dschungel, ging es rauf aufs Eis, mit Steigeisen und Stoecken. Wir koennten Eiswaende bestaunen, Krater und tiefe Schluchten sehen und durch Tunnel kriechen, ziemlich cool (im doppelten Sinne :)). Die Tagestour ging 8 Stunden, die Halbtagestour ist nicht sehr empfehlenswert, da man gerade mal zur Eisgrenze kommt.

Mittwoch, 27. März 2013

Arbeiten als Cherrypacker

Das Geld neigte sich dem Ende zu und wir brauchten einen Job. Zum Glück wussten wir, dass Qing in Roxburgh einen Job als Cherrypacker hatte. Qing also schnell angerufen und gefragt, ob sie noch Leute suchen. Das hat dann auch alles relativ schnell geklappt und am nächsten Tag konnten wir uns Cherrypacker nennen. Die Unterkunft für 5 $ die Nacht, wir uebernachteten auf der Obstplantage im Zelt, konnten wir uns auch noch leisten also ging es gleich los.
Wie muss man sich die Arbeit als Cherrypacker vorstellen? Um es einfach zu beschreiben: sehr kalt, stupide und langweilig. Ich hatte eigentlich noch Glueck, weil ich dafuer zustaendig war die Katons zu leeren und sie dann fachgerecht auf eine Palette zu stapeln. Jasmin hatte es da nicht so abwechslungsreich. Sie stand am Fliessband und musste den ganzen Tag im Eiswasser Cherries sotieren. Schlechte in den Muell, leicht beschaedigte fuer den lokalen Markt und die besonders guten fuer den Export. Gepeitscht und gepeinigt von der immer schlecht gelauten Supervisorin "Sou", auch Black Adder genannt, war es fuer sie echt nicht leicht. Black Adder, zur Info, ist die giftigste und ziemlich toetliche Schlange an englischen Kuesten. Zum Schluss durften wir zur Abwechslung noch Blaubeeren und Aprikosen packen :)



Ich war da eher der Hahn im Huehnerstall. zustaendig fuer die schweren Sachen :) Da nicht soviele Maenner ins Packhouse gehen, war die mehr oder weniger darauf angewiesen, dass ich da war. Rein theoretisch konnte ich mir alles leisten, was ich wollte und Sou war echt nett zu mir.
Naja, den Job jedenfalls haben wir dann zehn Tage durchgezogen und uns damit 800 Doller jeder auf das Konto gespuelt. Damit war unsere Reisekasse wieder einigermassen gut gefuellt und es ging weiter. Oh, was ich noch vergessen hatte, am ersten Tag waren wir noch 9 deutsche und am zweiten Tag waren wir die Einzigen und der Rest Asiaten. War aber echt superwitzig. Haben uns schnell mit Han, Ang, Lilly, Wayne usw. angefreundet und wurden dann sogar eingeladen mit ihnen das Chinese New year zu feiern. Das war ech mal ne Fressorgie. Dann waren wir in Roxborgh noch haeufiger im Schwimmbad, kostenlos, und sonst arbeiten. Und das war es eigentlich auch schon. Jetzt ging es weiter nach Wanaka.

Lets Swing in Queentown


Queenstown: die Adventurestadt schlechthin. Hier kann man eigentlich alles machen von Bungee ueber Speedboot fahren, Fallschirmspringen und in die Icebar gehen ist für jeden was dabei und die kleine Stadt (Dorf) ist zudem auch noch ziemlich huebsch, an einem Berghang und dem Lake Wakatipu gelegen. Ich habe dort den groesste Swing der Welt gemacht, den Nevis Swing. Das konnte ich mir einfach nicht entgehen lassen.



Ja, ich bin der Typ mit den laengeren Haaren und dem Bart :-)

Ich hoffe, dass ihr mich auf dem letzten Bild sehen könnt. Unter dem Haus, der schwarze Punkt, das bin ich.

Dann waren wir noch in der Icebar und wir haben, den wahrscheinlich leckersten Burger new zealands gegessen, den Big Al im furgburger, wow. www.fergburger.com/


Nachdem wir in Queenstown eine Menge Geld ausgegeben hatten brauchten wir wieder Arbeit.

Milford Sounds

Nachdem wir die Energiereserven wieder aufgefüllt hatten, musste natürlich gleich die nächste Sache in Angriff genommen werden. Wir haben uns ueberlegt eine Bootstour durch die legendären Milford Sounds zu machen und ich muss euch sagen das hat sich echt gelohnt. Zum Milfird Sound kommr man nur zu bestimmten Zeiten und muss einen ziemluch coolen Tunnel durchfahren, der in Deutschland wahrscheinlich verboten wäre, da er nur aus Natur Felsen besteht :) cool war, dass vorm Tunnel alles total wolkenverhangen war und auf der anderen Seite strahlender Sonnenschein war.
Die Bootstour startete um 9.00 Uhr morgens. Mit dem Jucy-Dampfer ging es dann an Seehundkolonieen und Wasserfällen vorbei, aus dem Sound zum offenen Meer und die ganze Zeit umgeben von Bergen. Nach ca. einer Stunde und vier Tassen Kaffee (Tee und Kaffee gab es umsonst) waren wir wieder zurück. Wir hatten mal wieder riesiges Glueck mit dem Wetter, aber seht selbst:



Danach ging es dann, noch immer mit Martin :) weiter nach Queenstown, um das naechste Abenteuer zu erleben.